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Paletten

Europaletten, Inkapaletten und weitere Palettenausführungen und ihre Einsatzzwecke

Neben dem Einsatz von Containern oder Gitterboxen nimmt die Palette im modernen Warenverkehr eine herausragende Rolle ein. Auf ihr bündelt man Waren zu logischen Einheiten, die dann eingelagert oder transportiert werden. Im Idealfall bleibt diese Einheit über die gesamte Lieferkette bestehen, d.h. vom Packen von bspw. Kartons auf Palette direkt am Ort der Produktion, dem innerbetrieblichen Transport, der Kommissionierung, derVerladung mit weiteren Einheiten auf den LKW bis hin zur Anlieferung an den Kunden. Eine Be-, Um- und Entladung ist mit vorhandenem technischem Gerät, wie dem Gabelstapler, problemlos möglich.

Großer Vorteil dieser sogenannten intelligenten Bündelung ist die daraus hervorgehende Rationalisierung der Transportkette. Güter werden durch das Packen auf genormten Paletten zu standardisierten Einheiten, sind stapelfähig und können damit zu größeren Ladeeinheiten zusammengefasst werden. Dies schafft eine höhere Effizienz und verringert somit die Transport- und Lagerkosten, da die Lager-/Ladefläche bestmöglich ausgenutzt werden kann.

Was genau ist eine Palette?

Bei der herkömmlichen Palette, oder genauer bezeichnet bei einer Transportpalette,handelt es sich um eine Konstruktion, bei der vornehmlich Holz verwendet wird. Dabei werden Bretter für die Packfläche und Kanthölzer für die Unterkonstruktion verwendet. Weiterhin werden, je nach Einsatzzweck, auch Paletten aus anderen Materialien, wie z.B. Kunststoff, Blech und Wellpappe, angeboten. Die Unterkonstruktion der Palette sieht seitliche Aussparungen vor, die es Flurförderzeugen (Gabelstapler oder Hubwagen) ermöglichen, mit ihren Zinken unter die Palette zu fahren um sie anzuheben, damit Sie transportiert, eingelagert oder verladen werden kann.

Zunächst unterscheidet man zwischen Einweg- und Mehrwegpaletten.

Einwegpaletten sind, wie der Name schon sagt, für den einmaligen Einsatz vorgesehen. Sie sind meist weniger stabil als eine Mehrwegpalette und verbleiben in der Regel beim Empfänger, der ihre Entsorgung übernimmt, nachdem sie nicht mehr benötigt wird. Einwegpaletten werden aber auch verwendet, wenn es sich um Sondergrößen handelt, die speziell für ein Transportgut gebaut werden.

Mehrwegpaletten,und hier ist in erster Linie die klassische Europalette oder die World-Palette zu nennen, sind wesentlich stabiler konstruiert.

Die Europalette

Vom Gesetzgeber wird die Europalette wie folgt definiert: Bei der EUR-Palette, kurz EPAL, handelt es sich um eine Vierwege-Flachpalette aus Holz. Sie wird nach UIC 435-2 bei bestimmungsgemäßer Verwendung als Ladungsträger, als Lagergerät gem. BGR 234 sowie als Transportverpackung gem. VerpackV. verwendet und im nationalen Bereich im neuen wie auch im gebrauchten Zustand als technisches Arbeitsmittel in den Verkehr gebracht und/oder den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Eine Europalette wird nach UIC-Norm 423-2 gefertigt (s.u. 1*), ist integriert in der DIN 15146-2 und entspricht den Bestimmungen der European Pallett Association – EPAL – (s.u. *2). Sie besteht aus behandeltem Vollholz und muss damit IPPC-fähig sein (s.u. *3). Es handelt sich bei ihr um eine Vierwegepalette. Das heißt, sie kann von allen vier Seiten mit dem Hubfahrzeug angehoben werden. Ihr Eigengewicht liegt je nach Holzfeuchte zwischen 20 und 24 kg (Einwegpaletten sind auf Grund ihrer weniger stabilen Bauweise entsprechend leichter). Selbst der Laie kann eine Europalette mittels der Brandmarkung am Palettenfuß erkennen.

Folgende gängige Größen sind erhältlich:
EUR 1 = 800 x 1200 mm
EUR 2 = 1200 x 1000 mm
EUR 3 = 1000 x 1200 mmv EUR 6 = 800 x 600 mm
Die Europalette ist eine sogenannte Poolpalette:
Sie wird im Warenverkehr in einem Tauschsystem (Pooling) verwendet - d.h., dass der Empfänger bei Anlieferung die gleiche Anzahl an leeren Mehrwegpaletten wieder zurückgibt. Hat er keine Leerpaletten zur Verfügung, wird dies auf den Lieferpapieren entsprechend quittiert und dann auf einem Palettenkonto gebucht.

Das Palettenkonto wird zu einem späteren Zeitpunkt durch Tausch (z.B. bei Folgelieferung) oder durch Berechnung der Außenstände an den Palettenschuldner wieder ausgeglichen. Nachteil eines Palettenkontos ist, die arbeitsintensive Pflege und Überwachung, damit die Außenstände nicht zu hoch werden und möglichst zeitnah bereinigt werden. Bei einem Preis von ca. €7,00 für eine gebrauchte Palette läuft im täglichen Geschäft schnell ein hoher Betrag auf.Unbedingt beachtet werden muss, dass immer nur Paletten gleicher Art getauscht werden können, also z.B. Tausch Europalette gegen Europalette.

Wie hoch der Bedarf an Paletten ist verdeutlicht die nachfolgende Zahl: Allein in Deutschland wurden im Jahr 2008 insgesamt 81 Millionen Holzpaletten mit einem Warenwert von rund 627 Millionen Euro produziert. Der Verkaufspreis einer Europalette liegt bei mind. €7,50, eine vergleichbare World-Palette ist ab 6,35 € erhältlich. Auf Grund der stark gestiegenen Rohstoffpreise, in diesem Fall Holz, steigen auch die Palettenpreise immer weiter an.

Sicherheit:
Selbstverständlich spielt auch beim Beladen von Paletten eine ordnungsgemäße Ladungssicherung eine große Rolle, denn es muss gewährleistet sein, dass das Transportgut welches bspw. in Kartons verpackt wird, gegen Verrutschen, oder Herunterfallen ausreichend gesichert ist. Um dies zu erreichen werden die beladenen Paletten heutzutage in der Regel mit einer Folie umwickelt oder in einer sogenannten Stretchfolie eingeschweißt.

Einsatz der Europalette im Export:
Grundsätzlich kann jede Palette auch für den Export verwendet werden. Sie muss dazu jedoch IPPC-fähig sein und darüber hinaus der Norm ISPM 15 (s.u. *4) entsprechen.

(*1)
UIC = (franz.) Union internationale des chemins de fer = Internationaler Eisenbahnverband Der UIC mit Sitz in Paris wurde 1922 mit dem Ziel gegründet, die Betriebsbedingungen der Eisenbahn zu vereinheitlichen. Von ihm wurden verschiedene Nummerierungssysteme, wie das UIC-Baureihenschema, der UIC-Ländercode und das Harmonisierte Güteverzeichnis für Transportgüter erstellt. Der UIC veröffentlicht entsprechende Merkblätter (UIC-Kodex).

(*2)
EPAL = (engl.) European Pallett Association garantiert auf internationaler Ebene die kontrollierte Qualität der EURO-Palette. In Zusammenarbeit mit den europäischen Bahngesellschaften wird für die europaweite Qualitätssicherung und –prüfung der EURO-Palette gesorgt.

(*3)
IPPC = (engl.) International Plant Protection Convention ein von der FAO (Food andAgriculture Organisation [Unterorganisation der UNO]) erlassenes internationales Abkommen mit dem Ziel, sichere und effektive Maßnahmen zu etablieren, um die Einführung und Verbreitung von Schädlingen an Pflanzen und pflanzlichen Produkten zu vermeiden und dazu passende Kontrollmittel einzusetzen. Behälter, Paletten, Lagerplätze u.s.w. werden von dieser phytosanitären Vorschrift erfasst. Zur Abtötung der Schädlinge sind grundsätzlich die Begasung mit Methylbromid sowie eine Hitzebehandlung, die sogenannte Kammertrocknung, zugelassen. Die IPPC-fähigkeit wird durch Ausstellung eines entsprechenden Zertifikates bestätigt und die Palette erhält eine weitere Brandmarke

(*4)
ISPM 15 = (engl.) International Standard for Phytosanitary Measures Nr. 15 Ein von der IPPC (s.o.) entwickelter Standard, der besagt, dass Holzverpackungen
• entrindet
• entsprechend behandelt (Begasung oder hitzebehandelt)
• als Nachweis der Einhaltung der Standardanforderungen entsprechend markiert werden müssen.

Weitere Palettenarten:

Einwegpaletten sind für den einmaligen Transport vom Hersteller zum Verbraucher vorgesehen, der dann für die Entsorgung zuständig ist. Sie bestehen je nach Bedürfnis des Kunden aus Holz, Pressholz, Kunststoff, Styropor oder Wellpappe und werden neben den Standardgrößen, wie z.B. 1200 x 800 mm in allen erdenklichen Abmessungen und Ausführungen gehandelt.
In Deutschland ist das Pooling-System (Mehrwegpaletten) sehr verbreitet. Viele andere Länder verzichten aber darauf und greifen hauptsächlich auf Einwegpaletten zurück.

Inka-Paletten-Exportpaletten aus Rohholz müssen, wie bereits oben erwähnt, bestimmte Vorschriften erfüllen – sie müssen IPPC-fähig sein und der ISPM-15 entsprechen.
Die Inka-Palette bietet eine hervorragende Alternative zur klassischen Holzpalette, da sie im Pressverfahren aus Holzabfällen und Harzleimhergestellt wird und damit nicht als Holzpalette definiert wird. Sie kann damit problemlos auch in sensible Länder wie z.B. die USA, Australien eingeführt werden.

Die Inka-Palette ist stabil, ineinander stapelbar, von zwei oder vier Seiten befahrbar und dabei garantiert schädlingsfrei.Sie bietet durch ihre geschlossene Bodenfläche dem Transportgut bestmöglichen Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz, was besonders auf langen Transportwegen im Export ein großer Vorteil ist. Sie ist in verschiedenen Größen erhältlich und da sie im Einwegsystem verwendet wird, fallen keine Kosten für Tausch oder Miete an und begünstigen daher auch eine schnelle Importabwicklung.

Styropor-Paletten - Beim Styropor handelt es sich um ein sehr leichtes Basismaterial, das auf Grund hoher Festigkeit über starke Trageeigenschaften verfügt. Styropor-Paletten stellen, durch ihre saubere, abwaschbare Oberfläche ein ideales Transportmittel dar, sind aber im Vergleich zu Kunststoffpaletten kostengünstiger. Gerade wegen ihres geringen Eigengewichtes werden sie insbesondere bei der Luftfracht gern eingesetzt, da sie auch nicht von den Importvorschriften (ISPM 15) betroffen sind.

Kunststoff-Paletten werden meist aus Recyclingware hergestellt. Dadurch sind sie als ressourcenschonend anzusehen und folgen dem abfallwirtschaftlichen Gesamtkonzept. Sie haben ein geringes Eigengewicht, sind nestbar und somit volumensparend. Kunststoffpaletten bieten beste Hygiene- und Reinigungseigenschaften und sind sowohl im Einweg- als auch im Mehrwegverfahren erhältlich.

Die Maya-Palette ist eine Neuheit im Bereich der Exportpaletten und stellt neben der Inka-Palette eine weitere Alternative zur klassischen Holzpalette dar.Sie wird aus dem Werkstoff Kronoply-OSB hergestellt und verfügt über eine ebene Platte mit Durchbrüchen. Kennzeichnend für die Maya-Palette sind die Becherfüße aus Polyehtylen, die extrem stabil, unempfindlich gegen Feuchtigkeit und dazu noch abnehmbar sind. Maya-Paletten sind auch in Spezialgrößen und Kleinmengen auf Anfrage erhältlich.

Die MC FLEX4-Paletten sind Palettenkufen aus dem Sortiment unserer HausmarkeMULTICargo. Sie sind aus umweltfreundlicher Wellpappe hergestellt und verfügen über eine starke Klebefläche, mit der sie einfach direkt unter das zu verladende Gut geklebt werden. Sie sind beständig gegen Feuchtigkeit und es besteht die Möglichkeit, sie nach Wunsch bedrucken zu lassen. MC FLEX4-Palettenkufen sind leicht und können platzsparend eingelagert werden. Sie sind auch über die Transport-Standardgrößen hinaus in fast jeder gewünschten Abmessung erhältlich.

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